Silke, 37, Thrombosen in beiden Beinen
Silke, 37, Thrombosen in beiden Beinen

| Pille: | Petibelle (Wirkstoff: Drospirenon) |
| Anmerkung der SDG: |
Drospirenon-haltige Pillen haben ein höheres Thromboserisiko, als Pillen der 2. Generation mit Levonorgestrel. Erfahre mehr |
| Einnahmedauer: | 4 Jahre |
| Symptome: | Schmerzen in beiden Beinen, beides Mal Tiefenbeinvenenthrombose |
| Nebenwirkungen: | 2 Thrombosen, einmal linkes Bein und zwei Jahre später im rechten |
| Raucher: | Nein |
| Übergewicht: | Ja |
Meine Erfahrungen:
-2006 erste Tiefenvenenthrombose: Bin beim Spazierengehen umgeknickt und hatte Schmerzen im linken Bein. Konnte nur noch schlecht laufen und ging deshalb am nächsten Tag zum Allgemeinarzt. Dieser verschrieb mir etwas zum Einreiben, doch es wurde nicht besser. Deshalb schickte er mich ins Krankenhaus mit Verdacht auf Thrombose. Welche sich leider bestätigte und ich musste dort stationär behandelt werden. Es folgte das bei Thrombose übliche Heparinspritzen, Falidrom und Kompressionsstrümpfe, welche ich heute noch tragen muss.
-2008 zweite Tiefenvenenthrombose: Durch einen gebrochenen Zeh am rechten Bein. Der Chirurg röntgte den Zeh. Der Verdacht auf einen Bruch bestätigte sich und er schickte mich zur Absicherung wegen Thrombose ins Krankenhaus. Auch dieser Verdacht bestätigte sich und es wurde eine Muskelvenenthrombose diagnostiziert, welche man bei sofortigem Behandlungsbeginn mit Heparin gut behandeln kann. Sie ist schmerzhafter, es tat höllisch weh beim Laufen. Leider konnte man mir die entsprechenden Spritzen hier nicht verschreiben, gab mir die erste und schickte mich zum Allgemeinarzt. Man darf bloß nicht am Freitag nach 12:00 Uhr ein Rezept benötigen, da ist kein Arzt mehr da. Der einzige Arzt war ein Chirurg, er hatte bis 14:00 Uhr Sprechstunde und hat mir Heparinspritzen mitgegeben, aber in einer zu geringen Dosis, was aber keiner bis zum Montag darauf wusste, denn es wurde nicht besser nur immer schlimmer. Also wieder zum Arzt. Dieses Mal schickte er mich zum Venenultraschall in die Uniklinik nach Dresden. Dort wurde meine zweite Tiefenvenenthrombose festgestellt, weil ich zu wenig Heparin bekommen habe. Die zwei Tage vom Wochenende hatten gereicht, um eine Tiefenvenenthrombose zu bekommen. Also diesmal ein Jahr Blutverdünner (Falidrom) etc. Seit 2009 nehme ich keine Antibabypille mehr (Yasmin) und toi toi seitdem hatte ich keine Thrombosen mehr. Nach all dem Erlebten kann ich nur jeden bitten einmal genau darüber nach zu denken, warum das alles so möglich ist.