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Mythos Einzelfall:
Mythos Einzelfall Linda, 23, Thrombose und Lungenembolie

Linda, 23, Thrombose und Lungenembolie

Pille:
Belara  (Wirkstoff: Chlormadinonacetat) 
Anmerkungen der SDG:
Uns liegen derzeit keine ausreichenden Studien über
diesen Wirkstoff vor. Ob ein höheres Thromboserisiko zu
Pillen der 2. Generation vorliegt, ist daher nicht
abschließend geklärt. Erfahre mehr
Einnahmedauer: 5 Jahre
Symptome:
Starke Rückenschmerzen, starke Schmerzen beim Atmen
Nebenwirkungen:
Beckenvenenthrombose, Lungenembolie, Lugenentzündung
Raucher: Ja
Übergewicht: Ja

Meine Erfahrungen:

Letzten Sommer bekam ich nach einer kleineren Anstrengung plötzlich seitenstichartige Schmerzen, die sich im Laufe des Tages verschlimmerten. Meine ganze rechte Seite des Rückens tat höllisch weh, dann bekam ich Schmerzen beim Atmen. Zuerst dachte ich, es wäre irgendetwas mit meinem Rücken. Konnte nur auf der linken Seite liegen. Schleppte mich noch einen weiteren Tag zur Arbeit, bis ich es nicht mehr aushielt und nach zwei schlaflosen Nächten zum Arzt ging. Ich hatte so starke Schmerzen beim Atmen, dass ich dachte, ich müsste sterben.

Das vermittelte ich meinem Arzt dann auch so. Mein Glück, mein Hausarzt war auch gleichzeitig Lungenspezialist... Er meinte, im schlimmsten Falle ist es eine Lungenembolie, zur Sicherheit hat er mich dann zum Internisten geschickt. Dort nahm man mir Blut ab, und machte eine Ultraschalluntersuchung meiner Beine. Das Ultraschall ergab nichts, aber meine Blutwerte waren verdächtig. Von da aus wurde ich dann zum Radiologen geschickt, wo ich ein CT bekommen sollte. Vom Internisten zum Radiologen bin ich dann zu Fuß gegangen, was mir die Artzhelferin beim Internisten empfohlen hatte, da es kein weiter Weg war... Vor dem Termin beim Internisten ging es mir "relativ" gut. Aber dieser Weg war der schlimmste meines Lebens. Ich fühlte mich wie eine 90 Jährige. Alle 5 Meter musste ich stehen bleiben, schnappte nach Luft... Das CT ergab dann: Rechtsseitige Lungenembolie, Lungen-und Rippenfellentzündung. Sofort mit dem Rollstuhl (durfte von da an nicht mehr aufstehen) in die Notaufnahme. 3 Tage Überwachungsstation (tolle Erfahrungen mit dem Schieber) und 5 Tage normale Station. Resultat: Insgesamt 4 Wochen krank. Ein halbes Jahr Marcumar... Zuerst jede Woche zur Blutabnahme, dann alle 2 Wochen. Das halbe Jahr ist jetzt rum, habe noch heute teilweise Schmerzen, demnächst muss ich wieder zum Internisten, mal sehen wie es weitergeht. Ich weiß, ich habe leichtes Übergewicht (15kg) und habe auch mal geraucht... aber das es zu so etwas kommen kann, das erwartet ja keiner. Habe aber auch sehr viele Berichte gelesen, wo Frauen eine Embolie hatten, obwohl sie nicht übergewichtig waren und nie geraucht haben... Ich hatte riesiges Glück, das mein Hausartz so schnell geschaltet hat, wer weiß, was sonst gewesen wäre...