Nina, 21, Sinusvenen-Thrombose
Nina, 21, Sinusvenen-Thrombose
| Pille: | Novial (Wirkstoff:Desogestrel) |
| Anmerkungen der SDG: |
Desogestrel-haltige Pillen stehen im Verdacht ein viel höheres Thromboserisiko zu haben, als Pillen der 2. Generation mit Levonorgestrel. Erfahre mehr
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| Einnahmedauer: | 1 Jahr |
| Symptome: | Kopf- und Nackenschmerzen |
| Nebenwirkungen: | Sinusvenenthrombose |
| Raucher | Nein |
| Übergewicht: | Nein |
Meine Erfahrungen:
Es war der 6.8.2010, der Tag an dem meine Ausbildung starten sollte. Nachdem ich bereits vor Tagen beim Arzt war, der mir wegen starken Kopf- und Nackenschmerzen Tabletten und Krankengymnastik verschrieben hatte, bin ich einfach zu Hause zusammengebrochen. Meine Mutter hat mich nach einigen Minuten auf dem Fußboden in der Küche gefunden und relativ schnell gemerkt, dass etwas nicht stimmte. Ich hatte keine Kontrolle mehr über meinen Körper (keine Körperspannung und Lähmungserscheinungen der linken Hand) und sprach sehr langsam und meistens nur einzelne Wörter.
Sie rief den Notarzt an und bestand darauf, dass ich in ein Krankenhaus gefahren wurde, in dem es eine neurologische Station gibt, da ich ja diese Kopfschmerzen hatte. Dort angekommen, waren die Symptome kurzzeitig verschwunden, was die Ärzte dazu brachte davon auszugehen, dass das Ganze eine Stressreaktion auf den Beginn der Ausbildung war. Nach einigen Stunden habe ich auch auf Ansprache nicht mehr geantwortet, worauf meine Eltern gefragt wurden, ob ich immer so bockig sei. Als meine Eltern dies verneinten begann ein Arzt meine Beschwerden ernst zu nehmen und veranlasst ein MRT. Auf diesen Bilder haben, die Ärzte dann gesehen, dass ich eine Sinusvenenthrombose mit beidseitigen Infakten hatte. Es begann sofort eine Behandlung mit Heparin auf der Intensivstation. Die Behandlung zeigte Erfolg ich fing wieder an zu sprechen und die Lähmungen waren auch weg. Nur zeigte sich sobald ich wieder laufen durfte, dass ich Gleichgewichtsstörungen hatte. Diese habe ich bis heute, aber in den letzten 1,5 Jahren ist es deutlich besser geworden. Es folgten 14 Tage Krankenhaus und 5 Wochen Reha und dann war ich noch 2 Wochen krankgeschrieben und zu Hause. Ich habe 1 Jahr lang Macumar genommen, es jetzt abgesetzt, weil alle Tests auf genetische Risikofaktoren für Thrombosen negativ waren. Da ich nicht rauche und auch nicht übergewichtig bin, gehen die Ärzte davon aus, dass die Pille die Ursache war.