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Mythos Einzelfall:
Presseberichte

US-Klagen zu Antibabypille belasten Bayer

28. Februar 2013, Zeit online, dpa



Der Gewinn von Bayer wird durch eine Klagewelle in den USA zu einer Verhütungspille erheblich belastet.


Der Chemie- und Pharmakonzern vereinbarte ohne Anerkennung einer Haftung bisher mit rund 4800 Anspruchsstellerinnen in den Vereinigten Staaten Vergleiche über eine Summe von einer Milliarde US-Dollar (760 Mio Euro). Diese Zahlen nannte Bayer-Vorstandschef Marijn Dekkers bei der Bilanzvorlage am Donnerstag in Leverkusen. Er hält an der breiten Aufstellung des Leverkusener Konzerns mit den drei Sparten Gesundheit, Agrochemie und Kunststoffe fest - auch um Risiken wie die bei Pharma zu verteilen.

Der ganze Artikel, hier.
 

Gefährliche Pille

9. Februar 2013, WDR, Astrid Houben



Lag es an der Pille, dass seine Frau mit nur 34 Jahren verstarb? Björn G. ist davon überzeugt. Seine Frau nahm die Diane 35, die jetzt in Frankreich wegen mehrerer Todesfälle vom Markt genommen werden soll. Dass auch andere Pillen der sogenannten 3. und 4. Generation Gefahren bergen, weiß auch Susan Tabbach, die die Internetseite "Risiko Pille" betreibt.

Der ganze Videobeitrag, hier.

 

Gesundheitsrisiko Antibabypille

30. Januar 2013, Süddeutsche Zeitung, Helga Einecke


"Ich empfinde Hass gegen Bayer, ich empfinde Hass gegen den Staat": Die Parolen protestierender Frauen in Frankreich zeigen Wirkung. Die europäische Arzneimittelbehörde prüft Verhütungsmittel von Bayer, die Blutgerinnsel auslösen sollen. Der Pharmakonzern verweist auf die Verantwortung der Ärzte - und muss mit einer Klagewelle rechnen.

Der ganze Artikel, hier.
 

EMA: Sicherheitsprüfung zu Kontrazeptiva der dritten und vierten Generation

28 Januar 2013, rme/aerzteblatt.de

London – Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) will auf Antrag Frankreichs hin kombinierte orale Kontrazeptiva der dritten und vierten Generation überprüfen. Es geht um die Frage, ob die Verwendung bestimmter Antibabypillen aufgrund eines erhöhten Thromboserisikos eingeschränkt werden sollte.

Der ganze Artikel, hier.

Quelle: EMA

 

Presseinformation vom 15. Januar 2013

Presse Information vom 15. Januar 2013

 

Coordination gegen BAYER-Gefahren

Selbsthilfegruppe Drospirenon Geschaedigter (SDG)

 

Klagen gegen BAYER in Frankreich, USA, Deutschland und der Schweiz

Verbot gefährlicher Antibaby-Pillen gefordert

 

Wegen der erhöhten Thrombosegefahren von Antibaby-Pillen der 3. und 4. Generation wurde gegen den BAYER-Konzern eine Vielzahl von Klagen eingereicht, aktuell in Frankreich und der Schweiz. Für Vergleichszahlungen musste der Konzern mehr als 700 Mio Euro aufwenden. Insgesamt sind gegen BAYER mindestens 13.500 Klagen anhängig.

 

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Schweizer Krankenkasse verklagt Bayer!

10. Januar 2013, Servus TV

Eine schweizer Krankenkasse zieht jetzt gegen den Pharmakonzern Bayer vor Gericht. Dabei geht es um die Antibabypilen Yasmin, die schwere Nebenwirkungen auslösen soll. Auch in Österreich nehmen viele Frauen diese Pille. In Deutschland gibt es mittlerweile 18 Todesfälle, die im Zusammenhang mit der Pille stehen.

Hier gehts zum Videobeitrag.

 

Deutschland Gesundheit: Klage gegen Bayer

07. Januar 2013, arte Journal

Deutschland Gesundheit: Klage gegen Bayer

In Frankreich will die Diskussion über mögliche gesundheitliche Risiken beim Einnehmen der Anti-Baby-Pille nicht abreißen. Mitte Dezember hatte eine Frau den Konzern Bayer verklagt. Sie hatte einen Schlaganfall erlitten. Ganz offensichtlich kein Einzelfall. Allein in den USA hatten mehr als 10. 000 Frauen Klage gegen Bayer eingereicht. Der Konzern schloss einen Vergleich und zahlte Hunderte Millionen. Auch in Deutschland hat eine junge Frau vor gut einem Jahr Klage eingereicht. Zumindest besteht - nicht nur ihrer Ansicht nach - der Verdacht, dass das Risiko einer schweren Thrombose bei den neuen Pillen der jüngsten Generation höher sein könnte, als bei den vorausgegangenen Produkten. Anja Waltereit und Andreas Schaal haben die Klägerin in Kehl besucht.

Hier gehts zum Video

 

Verhütungsmittel: Warten auf Entschädigung

05. Dezember 2012, ARD plusminus



Antibabypillen aus der Yasmin-Serie von Bayer können das Thromboserisiko erhöhen. Während der Konzern in den USA nach Vergleichen Hunderte Millionen Dollar zahlt, warten Betroffene hierzulande vergeblich.
Ein Bericht über den Fall und die Klage von Felicitas Rohrer.

Hier gehts zur ARD Mediathek.

 

Kritischer Beitrag im ZDF Magazin "Volle Kanne"

26. September 2012, SDG

 

Risiken und Nebenwirkungen der Antibabypille. Ein Beitrag im ZDF Magazin "Volle Kanne"

 

Das ZDF Magazin "Volle Kanne - Service täglich" berichtete heute zum Tag der Verhütung über die Risiken und Nebenwirkungen der Antibabypille. Die Betroffene Charlotte spricht über ihre Erfahrungen mit der Pille. Sie erlitte mit 19 Jahren nach 3 monatiger Einnahme der Pille "Mona Hexal" eine Lungenembolie und Beinvenenthrombose.

Link zur Sendung

Erfahrungsbericht von Charlotte (Charly)


 

Streit um Gesundheitsrisiken durch neuere Anti-Baby-Pillen

04. Mai 2012, DerWesten, ein Bericht von Sarah Hubrich

 

Anti-Baby-Pille nimmt, will verhüten - unkompliziert, sicher, sorglos. Doch was, wenn die Präparate der neuesten Generation krank machen? Studien sehen ein deutlich erhöhtes Thrombose-Risiko durchs Gestagen Drospirenon, betroffene Patientinnen fordern ein Verkaufsverbot der Pillen. Hersteller und Frauenärzte dagegen beschwichtigen: Das Nutzen der Pille sei nach wie vor größer als ihr Risiko.

 

Der ganze Artikel,  hier

 

Risikofaktor Antibabypille

27. April 2012, taz,  ein Bericht von Susann Schädlich

 

Drospirenonhaltige Pillen bergen möglicherweise ein höheres Thromboserisiko. In den USA muss nun verstärkt darauf hingewiesen werden.

 

Als Susan Tabbach im Januar 2009 von einem Schmerz in der linken Brust mitten in der Nacht aufwacht, denkt sie zunächst an Muskelkater. Die damals 29-Jährige war gerade aus dem Skiurlaub gekommen. 

Nie hätte die Architektin aus Aachen eine Lungenembolie vermutet und diese auf die Einnahme der Yasminelle, einer drospirenonhaltigen Pille von Bayer, zurückgeführt. Erst nach fünf Tagen stellten die Ärzte die Diagnose: Ein Blutgerinnsel hatte ein Blutgefäß in ihrer Lunge verstopft.

 

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Bayer schliesst im Streit um Yasmin-Pille Vergleiche mit US-Klägern

27. April 2012, Swissinfo.ch, sda-ats

 

Der deutsche Pharmakonzern Bayer hat im Rechtsstreit um Thrombose-Gefahren
seiner Antibaby-Pille Yasmin mit Hunderten von Klägerinnen in den USA Vergleiche
geschlossen.

Zum Stand vom 19. April seien Bayer in den USA etwa 11'900
Klagen zugestellt worden, sagte Bayer-Chef Marijn Dekkers am Freitag anlässlich
der Generalversammlung in Köln. Mit 651 Klägerinnen habe sich der Konzern bis zu
diesem Zeitpunkt auf Vergleiche geeinigt, deren Gesamtsumme sich auf rund 142
Mio. Dollar belaufe.

 

Der ganze Artikel, hier

 

Die Risiko-Frage für Bayer

23. April 2012, Der Tagesspiegel, Jahel Mielke



Dem Leverkusener Pharma- und Chemiekonzern drohen wegen der Klagen um Yaz und Co. in den USA hohe Kosten. Auf der Hauptversammlung am Freitag soll es Protest geben. 

Berlin - Zwanzig Minuten lang war Felicitas Rohrer klinisch tot – ihr Herz hatte nach einer Lungenembolie versagt. Viereinhalb Stunden operierten die Ärzte und retteten schließlich das Leben der 25-Jährigen. Rohrer hatte keine bekannten Vorerkrankungen, kein Risiko in der Familie. Warum sie so schwer krank wurde, ist für die junge Frau klar. „Bayer hat mein Leben zerstört“, sagt sie. „Dass ich überlebt habe, ist ein Wunder.“



Der ganze Artikel, hier
 

Die Pille und ich - ein Beitrag auf ARTE

24. April 2012, ARTE, ein Bericht von Katrin Wegner

 

ARTE hat am 24.April 2012 ein Bericht über die Pille gesendet.
Auch wir konnten in einem Interview zu diesem Thema Stellung nehmen.

Während die Antibabypille bei ihrer Markteinführung vor mehr als 50 Jahren der Schwangerschaftsverhütung und der Familienplanung diente, ist sie heute - zumindest in den westlichen Industrienationen - zu einer Art Lifestyle-Droge geworden. Junge Mädchen nehmen die Pille, um schönere Haut und schönere Haare zu bekommen oder um ihr Gewicht zu reduzieren. Das bedeutet für die Hersteller ein lukratives Geschäft. Doch birgt auch die Pille der neuesten Generation gesundheitliche Risiken, die vielen der jungen Frauen nicht unbedingt klar sind.

Quelle: Programm ARD

 

Neue drospirenonhaltige Pille "Flexyess"

20. April 2012, SDG

Die Antibabypillen der Yasminfamilie zählten zu den umsatzstärksten Produkten des Bayer Konzerns im Jahr 2010. Auch 2011 und 2012 erzielte Bayer mit den Antibabypillen einen Umsatz von rund einer Milliarde Euro. Die Umsätze stehen jedoch unter Druck und stellen ein wesentliches Problem des Konzerns dar, da die Produkte bereits ihren Patentschutz verloren haben.

Wie FinanzNachrichten.de meldet, hat Bayer nun die Zulassung für eine neue drospirenonhaltige Antibabypille in Europa erhalten:


"Bayer kann in der Europäischen Union wahrscheinlich eine weitere Antibabypille auf den Markt bringen. Die europäische Arzneimittelbehörde sprach sich für die Zulassung von "Yvidually" aus. Die Vorteile seien größer als die Nachteile, urteilten die Experten. Das Mittel kombiniert die Hormone Ethinylestradiol und Drospirenon. Es wird auch unter dem Namen "Flexyess" vermarktet. Die Pille kann täglich über einen Zeitraum von bis zu 120 Tagen eingenommen werden." (Finanznachrichten.de)


Die SDG steht dieser Entscheidung skeptisch gegenüber. Die auf dem Markt befindlichen drospirenonhaltigen Pillen stehen in der Kritik, da sie zahlreichen Studien unabhängiger Wissenschaftler zufolge ein höheres Thromboserisiko besitzen als ältere Präperate.
 

Bayer legt Rechtsstreit in USA um Verhütungsmittel bei

13. April 2012, Welt Online, von Jef Feeley und Margaret Cronin Fisk

Die BAYER AG wird mit Zahlungen in Höhe von mindestens 110 Mill. Dollar rund 500 Schadenersatzklagen in den USA beilegen. Die Kläger werfen dem größten deutschen Pharmakonzern vor, die Nutzerinnen von Verhütungsmitteln der Yasmin-Gruppe nicht ausreichend über die Gefahr der Bildung von Blutgerinnseln informiert zu haben.

Quelle: Link zum ganzen Artikel. Follow the link to the english version

 

Verhüten wie vor vierzig Jahren

10. Februar 2012, Berliner Zeitung

Experten empfehlen Frauen, wieder öfter auf altbewährte Antibabypillen zurückzugreifen. Denn moderne Präparate sind vielfach riskanter

Felicitas war 23 Jahre alt, als sie eine Lungenembolie erlitt und ihr Herz vorübergehend stillstand. Bei Susan entdeckten die Ärzte mit 29 Jahren die gefährlichen Blutgerinnsel in der Lunge. Auch Nana war noch keine 30, als eine Thrombose in der linken Beckenvene den Verschluss einer Lungenarterie zur Folge hatte... weiterlesen

Quelle: Berliner Zeitung

 

Gesundheitsbehörde in den USA wegen Bayer in Kritik

12. Januar 2012, The Wall Street Journal

Im Dezember hatte die US Gesundheitsbehörde über die Gefahren von Antibaby-Pillen von BAYER diskutiert. Das Wall Street Journal weist nun nach, dass mindestens drei Experten enge Verbindungen zu Bayer hatten. Ein kritischer Pharma-Experte, der keinerlei Geld von der Industrie erhalten hatte, wurde hingegen wegen angeblicher "Interessenkonflikte" von der Sitzung ausgeschlossen.

Der ganze Artikel, hier.

 

Anti-Baby-Pille: USA erhöhen Druck auf Bayer

9. Dezember 2011, Schweizer Fernsehen - 10 vor 10 

Die US-Gesundheitsbehörde FDA verlangt von Yasmin-Hersteller Bayer schärfere Warnungen über mögliche Nebenwirkungen. Das Verhütungsmittel steht im Verdacht, bestimmte Gefässschädigungen zu verursachen – manchmal mit fatalen Folgen für die Patientinnen.

Neue Studien zeigen ausserdem, dass das Risiko der Pillen unterschätzt wurde.

Video hier ansehen!

 

Höheres Risiko bei drospirenonhaltigen Pillen bestätigt

8. Dezember 2011, SDG

Das Risiko, durch kombinierte orale Kontrazeptiva (KOK) mit dem Gestagenwirkstoff Drospirenon (z.B.Yasmin) an einer Thrombose und/oder Embolie zu erkranken, wurde von dem Hersteller Bayer AG bisher immer mit levonorgestrelhaltigen Pillen der 2. Generation verglichen. Frauen hätten demnach nur ein 3-5 fach erhöhtes Risiko an einer Thrombose oder Embolie zu erkranken im Vergleich zu Frauen, die nicht hormonell verhüten. 

Verschiedene unabhängige Studien wiesen in der Vergangenheit jedoch wiederholt darauf hin, dass das nicht der Fall ist und sprachen im Gegensatz dazu immer von einem 6-8 fach erhöhten Risiko zu Frauen, die nicht hormonell verhüten. 

Die Bundesarzneimittelbehörde BfArM hatte die Bayer AG bereits mehrfach dazu aufgefordert, die Fachinformation für Ärzte und den Beipackzettel der drospirenonhaltigen Pillen um diese Informationen zu ergänzen. Da der Konzern aufgrund seiner eigenfinanzierten Studien überzeugt davon war, dass auch drospirenonhaltige Pillen wie z.B. Yasmin, Yasminelle, Yaz, Aida etc. hinsichtlich des Thromboserisikos vergleichbar seien mit levonorgestrelhaltigen Pillen, stand bisher keine dahingehende Information für den Verbraucher im Beipackzettel.
Bisher hiess es:

,,Das VTE Risiko (Risiko für venöse Thromboembolien) ist derzeit unbekannt.'' 

Nun wurde der Beipackzettel, sowie die Ärztefachinformation geändert und spricht eindeutig von einem DOPPELT so hohen Risiko für venöse Thromboembolien im Vergleich zu kombinierten Pillen der 2. Generation.

Zitat :
,,Epidemiologische Studien haben gezeigt, dass das Risiko einer venösen Thromboembolie bei Drospirenon-haltigen OK höher ist als bei Levonorgestrel-haltigen OK (so- genannten Präparaten der zweiten Generation) und möglicherweise dem Risiko Desogestrel/Gestoden-haltiger OK* (sogenannter Präparate der dritten Generation) ähnlich ist.

Epidemiologische Studien haben auch einen Zusammenhang zwischen der Anwendung von KOK und einem erhöhten Risiko für arterielle Thromboembolie (Myokardinfarkt, transitorische ischämische Attacke) gezeigt.''

Kombinierte Pillen der 3. Generation mit den Gestagenen Gestoden und Desogestrel weisen bereits ein doppelt so hohes Risiko auf zu Pillen der 2. Generation mit Levonorgestrel.

Kommen weitere Risikofaktoren hinzu, steigt das Risiko um ein Vielfaches. Erfahre mehr

Quelle:
Ärztefachinformation Yasmin, Stand Mai 2011:
 

Klagen gegen Pharmakonzern

6. Dezember 2011, Financial Times, Klaus Max Smolka


Woche der Wahrheit für Bayers Pillen

"Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer muss mit einem Doppelschlag für eine seiner wichtigsten Produktgruppen zurechtkommen: die Verhütungspillen Yasmin und Yaz. Gerade erhielt der US-Konzern Watson von der Aufsichtsbehörde FDA die Genehmigung, eine Billigkopie von Yaz herzustellen. In dieser Woche nun steht eine noch folgenschwerere FDA-Entscheidung an. Zwei Beratergremien kommen am Donnerstag zusammen, um das mutmaßlich erhöhte Thromboserisiko dieser Pillenart zu bewerten - und damit über die Zukunft von Bayers zweitgrößtem Verkaufsschlager zu entscheiden." (Klaus Max Smolka)

Link zum Artikel



 

US-Gesundheitsbehörde berät über gefährliche Antibaby-Pillen

30 November 2011
SDG - Selbsthilfegruppe Drospirenon Geschädigter / 
Coordination gegen BAYER-Gefahren e.V.

Pressemitteilung

Geschädigte fordern Verbot / neue Studien stellen erhöhtes Thrombose-Risiko fest / mehr als 10.000 Klagen gegen BAYER AG / mindestens 190 Tote

Für den 8. Dezember hat die US-Gesundheitsbehörde Food and Drug Administration (FDA) einen Experten-Ausschuss einberufen, der über die Zukunft von Antibaby-Pillen mit dem Wirkstoff Drospirenon beraten wird. Aktuelle Studien der FDA zeigen, dass drospirenon-haltige Präparate wie Yasmin, Yasminelle und Yaz ein deutlich höheres Risiko für die Entstehung von Blutgerinnseln bergen als andere orale Kontrazeptiva. Die Selbsthilfegruppe Drospirenon Geschädigter und die Coordination gegen BAYER-Gefahren fordern zu diesem Anlass einen Verkaufs-Stopp der Präparate.

Nach Angaben der FDA starben in den USA mindestens 190 Frauen nach der Einnahme von Yaz. Eine Ende Oktober veröffentlichte Studie zeigt, dass die Anwenderinnen von Yaz ein um 75 Prozent höheres Thrombose-Risiko haben als Frauen, die ältere Präparate benutzen; im Auftrag der FDA waren hierfür die Krankenakten von mehr als 800.000 Amerikanerinnen ausgewertet worden. Zwei jüngst im British Medical Journal publizierte Studien kamen gar zu dem Schluss, dass das Risiko einer Thromboembolie unter Drospirenon gegenüber Präparaten mit dem Hormon Levonorgestrel um den Faktor 2,3 beziehungsweise 3,3 erhöht ist.

Die Bayer AG machte im vergangenen Geschäftsjahr mit der Produktgruppe einen Umsatz von 1,1 Milliarden Euro. Yaz/Yasmin gilt damit als meistverkaufte Antibaby-Pille der Welt. Der Konzern bewirbt die Pillen mit Versprechen wie "Gewichtsabnahme" und "wirkt gegen Akne". Auf die erhöhten Risiken wird in der Werbung nicht eingegangen. Allein in den USA wurden bereits 10.400 Klagen gegen die Bayer AG eingereicht.

In Deutschland kam es zu mindestens 12 Todesfällen, auch hierzulande wird gegen BAYER geklagt. Betroffene Frauen gründeten im Frühjahr die Selbsthilfegruppe Drospirenon Geschädigter und forderten in der Hauptversammlung der BAYER AG einen Verkaufs-Stopp. Die Yasmin-Opfer hatten zu der Versammlung, an der neben dem Vorstand auch rund 4.000 Aktionäre teilnahmen, einen Antrag zur nicht-Entlastung des Vorstands eingereicht.

Kathrin Weigele, Mitgründerin der Selbsthilfegruppe: „Wir fordern eine ehrliche Aufklärung über die Risiken drospirenon-haltiger Pillen sowie die Offenlegung aller gemeldeten Nebenwirkungen. Wir erwarten, dass sich Bayer endlich mit den zahlreichen Studien unabhängiger Wissenschaftler auseinandersetzt, die eine erhöhte Thrombose-Gefahr belegen. Um weitere Schicksale wie das meine zu verhindern, müssen drospirenon-haltige Produkte vom Markt genommen werden." Kathrin Weigele hatte nach Einnahme der Pille Yasmin eine schwere Lungenembolie erlitten.

Die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG), die seit Jahren auf die Gefahren von Yasmin & Co hinweist, fordert ein Verbot aller Antibaby-Pillen mit erhöhtem Nebenwirkungs-Profil. „Antibaby-Pillen sollen verhüten. Dies tun ältere Präparate ebenso zuverlässig wie neue. Die schweren Schädigungen, die durch Yasmin und Yaz verursacht werden, sind größtenteils vermeidbar. Allein mit einer Änderung auf dem Beipackzettel ist es jetzt nicht mehr getan“, so Philipp Mimkes vom Vorstand des Vereins.

Auch der im Sommer veröffentlichte Arzneimittelreport der Barmer GEK war zu dem Ergebnis gekommen, dass neuere Antibabypillen wie Yasmin ein mehr als doppelt so hohes Risiko bergen wie ältere Mittel. Der Arzneimittelexperte Prof. Gerd Glaeske forderte die Ärzte auf, „nicht den Werbeaktionen und dem Marketinggeklingel pharmazeutischer Unternehmer zu folgen“ und stattdessen risikoärmere Präparate zu verschreiben.

weitere Informationen:
=> Selbsthilfegruppe Drospirenon Geschädigter
=> Kampagnenseite der CBG


 

Neuere Pillengestagene im Zusammenhang mit Blutgerinnsel

07. November 2011 - NEW YORK (Reuters Health)

Newer birth control pills again tied to blood clots

von Amy Norton


A study out Monday adds to evidence that a newer type of birth control pill may carry a higher risk of blood clots than older versions.


The study, of 330,000 Israeli women, found that those who used birth control pills with the hormone drospirenone -- found in brand-names like Yaz and Yasmin -- were more likely than other Pill users to develop blood clots called venous thromboembolisms.Overall, there were just over six cases of venous blood clots per 10,000 Pill users each year in the study. But the risk was 43 percent to 65 percent higher with drospirenone-containing pills, compared with older, so-called second- and third-generation pills.

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Betroffene in der MDR-Talkshow "Unter Uns" am 4. November

31. Oktober 2011, SDG

Stellvertretend für die SDG und zahlreiche Betroffene werden Kathrin Weigele und Susan Tabbach am Freitag, dem 04.11.2011 in der MDR Talkshow "Unter uns - Geschichten aus dem Leben" von ihren Erfahrungen mit den Pillen "Yasmin" und "Yasminelle" berichten.

Beide Frauen erlitten schwere Nebenwirkungen, überlebten nur knapp und müssen bis heute mit gesundheitlichen Einschränkungen leben. Sie kritisieren die mangelnde Aufklärung junger Mädchen und Frauen durch Frauenärzte, sowie die erhöhte Thrombosegefahr drospirenonhaltiger Pillen. Zusammen mit weiteren Betroffenen gründeten sie im April 2011 die Selbsthilfegruppe Drospirenon Geschädigter (SDG). 

''Unter Uns - Geschichten aus dem Leben''

Freitag 4. November 2011

22 Uhr, MDR

http://www.mdr.de



 

Blutgerinnselrisiko erhöht bei Bayers Antibabypillen

27. Oktober 2011

FDA Cites Blood-Clot Risk Tied to Bayer Birth-Control Pills

von Adriel Bettelheim und Naomi Kresge 

(Adds Bayer response in the fourth and fifth paragraphs)

 

(deutsche Übersetzung - Originaltext in Englisch darunter)

 

US-Regierungsbehörden warnen, dass ein erhöhtes Thromboserisiko im Zusammenhang mit Bayer's Antibabypillen vermutet wird und wollen das Thema in einem Treffen mit Beratern im Dezember weiter auswerten.

Frauen, die Pillen mit dem Hormon Drospirenon nehmen hätten ein 74% höheres Risiko für Blutgerinnsel, als solche mit niedrig dosierten Östrogenpillen. Das behauptete die Food and Drug Administration in einem Bericht welcher heute erschien. Der FDA Ausschuss wird am 8.Dezember 2011 über die Ergebnisse diskutieren.

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Studie bestätigt erhöhtes Thromboserisiko bei neueren Gestagenen

25. Oktober 2011
OC Study Confirms VTE Risk of Newer Progestogens
von JENNIE SMITH, Family Practice News Digital Network


(deutsche Übersetzung - Originaltext in Englisch darunter)

Orale Kontrazeptiva mit den neueren Gestagenwirkstoffen Desogestrel, Drospirenon und Gestoden stehen im Verdacht, ein doppelt so hohes Risiko für venöse Thromboembolien zu haben als Pillen mit dem älteren Wirkstoff Levonorgestrel.


Frauen, die kombinierte orale Kontrazeptive (KOK) mit Levonorgestrel einnehmen, haben bereits ein dreifach erhöhtes Risiko für venöse Thrombo-Embolien (VTE) im Vergleich zu Frauen, die nicht hormonell verhüten. Frauen, die kombinierte orale Kontrazeptiva mit den Wirkstoffen Desogestrel, Drospirenon und Gestoden einnehmen, haben ein sechsfach erhöhtes Risiko. Das Risiko für Drospirenon ist demnach vergleichbar mit Desogestrel und Gestoden.


Zudem konnte festgestellt werden, dass die Wirkstoffhöhe des Östrogens (0,02mg anstatt 0,03mg) in der Kombination mit dem Gestagen Drospirenon das Risiko nicht mildern konnte. Die Ermittler fanden jedoch auch heraus, dass eine Reduzierung des Östrogens Ethinylestradiol auf 0,02mg anstatt 0,03mg bei Pillen mit den Gestagenen Desogestrel und Gestoden das Risiko für VTE's um 23% und 17% senken konnte.

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RISIKO Antibabypille

21. Oktober 2011 - Forum - Das Wochenmagazin
von Susanne Walter

Wenn gesunde Frauen an einer Thrombose oder Embolie erkranken, kann das daran liegen, dass sie regelmäßig hormonelle Verhütungsmittel eingenommen haben. Seit Längerem stehen Antibabypillen mit dem Wirkstoff Drospirenon in Verdacht, das Thromboserisiko drastisch zu erhöhen. In Deutschland sollen bereits zwölf Frauen infolgedessen gestorben sein. Die Selbsthilfegruppe Drospirenon Geschädigter (SDG) fordert jetzt eine bessere Aufklärung über die Risiken.

Mami, mir wird schlecht.“ Céline ist 16, als sie an diesem Morgen des 20. März 2008 ins Bad geht und kurz darauf zusammenbricht. „Sie fiel in meine Arme, die blauen Augen weit offen. Ich wusste gar nicht, was los war“, so Célines Mutter. Zuvor klagte ihre Tochter über Schmerzen in den Beinen. Kurz darauf die Diagnose: beidseitige Lungenembolie.

....

Hier könnt ihr weiterlesen Forum Das Wochenmagazin


 

New Studies Find Yaz More Risky Than Other Leading Birth Control Pills

14. Oktober 2011 ABC News Investigates
By CHRIS CUOMO (@ChrisCuomo) , LAUREN PEARLE and GLENN RUPPEL

The blockbuster birth control pill with benefits, Yaz was pitched as the choice for women desperate for relief from severe PMS and acne. But now, new independent studies have found that Yaz carries higher blood clotting risks than other leading birth control pills.

ABC News investigated whether tens of millions of women switched to a more potentially risky pill that, as it turns out, was never proven to treat common PMS.

In 2007, Carissa Ubersox, 24, was fresh out of college and starting her dream job as a pediatric nurse in Madison, Wis. On Christmas day, while working the holiday shift, her boyfriend surprised her at the hospital with a marriage proposal.

Wanting to look and feel her best for her wedding day, Carissa said she switched to Yaz after watching one of its commercials that suggested this pill could help with bloating and acne.

"Yaz is the only birth control proven to treat the physical and emotional premenstrual symptoms that are severe enough to impact your life," claimed the ad.

It "sounds like a miracle drug," Carissa said she remembers thinking.

But just three months later, in February 2008, Carissa's legs started to ache. She didn't pay much attention to it, assuming, she said, that it was just soreness from being on her feet for a 12-hour shift.

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Drospirenonhaltige Pillen weiter unter Verdacht

26.September 2011 - FDA Food and Drug Administration

Die US Zulassungsbehörde ist sehr besorgt über erhöhte Risiken für venöse Thromboembolien (VTE) unter drospirenonhaltigen Antibabypillen.

Bereits im Mai 2011 wurde in zwei epidemiologischen Studien ein höheres Risiko festgestellt. Zudem läuft derzeit eine weitere von der FDA finanzierte Studie. Bereits jetzt wird von einem etwa 1,5-fach erhöhtem Risiko unter Drospirenon-haltigen Präparaten im Vergleich zu anderen Kontrazeptiva gesprochen.

Die FDA plant am 8. Dezember 2011 eine gemeinsame Sitzung in der das Nutzen Risikoprofil besprochen werden soll.(1)

Auch in Deutschland folgte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) den Forderungen der europäischen Arzneimittelagentur (EMA). Die betroffenen pharmazeutischen Hersteller wurden aufgefordert, ihre Beipackzettel der kombinierten Drospirenon-haltigen oralen Kontrazeptiva um die erhöhten Risiken der beiden aktuellen epidemiologischen Studien zu ergänzen. Unabhängig davon erfolgte in diesem Zusammenhang die Empfehlung, Gegenanzeigen und Risikofaktoren für die Entwicklung von VTE bei der Verordnung und Anwendung zu beachten.(2)

Bisher ist keine Änderung vorgenommen worden. Stattdessen steht in den Beipackzetteln der betroffenen Pillen, dass das VTE-Risiko derzeit unbekannt ist. (3)

Die FDA stellt auf ihrer Internetseite eine Liste bereit, die Fragen und Antowrten umfasst gemäß dem derzeitigen Kenntnisstand. (4)

Quellen:
(3) Beipackzettel der Yaz- Stand Oktober 2010
 

Bayer verliert sein Patentrecht für Yasmin, Yaz...

8. Juli 2011

Der große Pharmakonzern Bayer hat sein Patentrecht für die drospirenonhaltigen Anti-Babypillen wie Yasmin, Yaz und Yasminelle am 8. Juli 2011 verloren. Es ist zu erwarten, dass nun viele Nachahmerprodukte von verschiedenen Herstellern auf den Markt kommen werden. 

Patent vs. Umsatz - Hintergründe

Das Patent für einen bestimmten Wirkstoff einer Pille ist i.d.R. nach 20 Jahren abgelaufen, so dass jedes Pharmaunternehmen, ohne eine eigene neue Forschung finanzieren zu müssen, ein qualitativ hochwertiges Nachahmerprodukt auf den Markt bringen kann, welches auch noch günstiger angeboten werden kann.

Für Bayer bedeutet dieser Patentverlust nun Umsatzausfälle in Millionenhöhe, da die drospirenonhaltigen Pillen allein im letzten Jahr (2010) mit 1,1 Milliarden Euro das zweitumsatzstärkste Produkt waren. 

Es ist zu erwarten, dass die ständig währende Kritik an den erhöhten Risiken der drospirenonhaltigen Pillen und die bereits bestehenden 8000 Klagen weltweit gegen Bayer andere Hersteller nicht davon abhält, drospirenonhaltige Produkte unter einem anderen Namen auf den Markt zu bringen.


Die SDG wird weiterhin über neue Produktnamen informieren und darauf aufmerksam machen, welche Pillen welche Wirkstoffe enthalten.


Alle Pillen und ihre Wirkstoffe inkl. Kosten im Überblick, hier


Quellen:

Rote Liste 2011


 

Interview mit Felicitas Rohrer

12. Juli 2011, Kehler Zeitung, Klaus Körnich

"Das ist die Hölle"


Frau Rohrer, gestern vor zwei Jahren hatten Sie Ihren Zusammenbruch. Was überwiegt: der Gedanke an das Schlimmste, was Ihnen jemals widerfahren ist, oder das Glück, es überlebt zu haben? Ist dieser Tag also so eine Art zweiter Geburtstag für Sie?
Ein zweiter Geburtstag ist es auf jeden Fall Meine Familie und mein Freund sehen den Tag auch als einen Tag zum Feiern an. Das Glück überlebt zu haben, wird mir an solchen Tagen wie gestern besonders deutlich und darüber bin ich auch sehr froh. Allerdings fällt es mir immer noch enorm schwer zu akzeptieren, was passiert ist, da es einen so gravierenden und schmerzhaften Einschnitt in mein Leben darstellt.

Was ist damals passiert?
Ich war für eine Prüfung mit meinem Freund in Freiburg. In der Uni wurde mir plötzlich schwindlig und ich wurde ohnmächtig. Mein Freund konnte mich gerade noch auffangen und mich nach einiger Zeit aus der Ohnmacht zurückholen. Ich hatte furchtbare Schmerzen und ein enormes Druckgefühl auf dem Oberkörper und konnte kaum noch atmen. Mit jeder Sekunde bekam ich weniger Luft und ich drohte zu ersticken. Den Sanitätern gelang es nicht mich zu stabilisieren. Der Notarzt ließ mich sofort in die Uniklinik einliefern. Die Schmerzen wurden im Schockraum so stark, dass ich nicht mehr liegen bleiben konnte. Dann weiß ich bis zum nächsten Tag nichts mehr.

Was war geschehen?
Mein Herz hatte aufgehört zu schlagen, ich erlitt einen akuten Herz- und Atemstillstand. Ich konnte nicht wiederbelebt werden. Daraufhin entschlossen sich die Ärzte meinen Brustkorb zu öffnen. Das Brustbein wurde durchgeschnitten und zur Seite gebogen. Beide Lungenflügel waren voll mit Blutgerinnseln. Während ich operiert wurde, hielt ein Arzt mein Herz in seinen Händen und versuchte es auf diese Weise zu pumpen. Nachdem die Blutgerinnsel entfernt waren, wurde ich an die Herz-Lungen-Maschine angeschlossen, da weder mein Herz noch meine Lunge in der Lage waren eigenständig zu funktionieren. Ab dem Zeitpunkt, an dem mein Herz stehen blieb bis zur Öffnung des Brustkorbes vergingen 20 Minuten, in denen mein Herz nicht schlug. Ich war daher 20 Minuten lang klinisch tot.

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Die bittere Antibabypille

11. Juli 2011, Kehler Zeitung, Klaus Körnich

Felicitas Rohrer klagt als erste Deutsche gegen Bayer


Heute ist der Tag, den sie wie einen zweiten Geburtstag feiert: Am 11. Juli 2009 bricht Felicitas Rohrer aus Goldscheuer plötzlich zusammen. Die Tierärztin ist 20 Minuten klinisch tot. Wie durch ein Wunder überlebt sie. Jetzt klagt sie als
erste Deutsche gegen den Bayer-Konzern.

Ihre Venen transportieren das Blut nicht mehr richtig. Deshalb trägt sie häufig einen dicken Kompressionsstrumpf über ihrem linken Bein. Tag für Tag muss sie blutverdünnende Medikamente nehmen. Herz und Lunge arbeiten nur noch eingeschränkt. Felicitas Rohrer aus Goldscheuer ist 27 Jahre alt. Sie wird nie wieder gesund.Vor zwei Jahren wäre die Kehlerin fast gestorben. Sie wollte einfach nur verhüten – wie Millionen Frauen dies tagtäglich  tun. Heute sagt sie:

»Die Antibabypille von Bayer hat mein Leben zerstört.«

In Momenten wie diesen steigen in ihr die verschwommenen Bilder von damals wieder hoch. Erinnerungen an den 11. Juli 2009, also heute vor zwei Jahren, als 16 Ärzte um ihr junges Leben kämpften. Erinnerungen an die Nahtod-Erfahrungen, die sie nicht mehr loslassen, an den Augenblick, als sie in der Klinik wieder zu sich kam, die Arme am Krankenbett gefesselt und einen Schlauch in ihrer  Luftröhre.

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Antibabypille

30. Juni 2011, Westfälische Rundschau, Katja Sponholz

„Einzelfälle“ kämpften um ihr Leben


"Die 31-jährige Susan ist nicht das, was man mit dem Begriff „gesundheitlicher Risikofaktor“ verbindet. Die Architektin ist schlank, lebt gesund, raucht nicht, hat 15 Jahre Ballett getanzt, geht regelmäßig joggen und fährt Rennrad. Vielleicht nahmen die Ärzte deshalb ihre Beschwerden nicht so ernst, als sie in die Klinik kam. Und doch wäre die Aachenerin im Alter von nur 29 Jahren fast gestorben. Weil sie die Antibabypille nahm. Und weil ihr Gynäkologe vorher nicht überprüft hatte, ob sie genetisch ein erhöhtes Risiko für eine Thromboseeignung hatte."(Katja Sponholz)

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Gefahr durch neue Antibabypillen

30. Juni 2011, Westfälische Rundschau, Katja Sponholz

Experte warnt vor Gefahr durch neue Antibabypillen


"Moderne Antibabypillen bergen nach Ansicht des Bremer Arzneimittelexperten Prof. Dr. Gerd Glaeske für Frauen ein doppelt so hohes Thrombose-Risiko wie ältere Präparate. Dennoch würden die neuen Pillen der dritten und vierten Generation immer häufiger verordnet. „Das ist erschreckend“, sagte Glaeske der WR. „Die neuen Pillen sind problematischer und belastender. Offensichtlich gelingt es den Herstellern aber immer wieder, sie den Ärzten in die Feder zu drücken, obwohl ihre Vorteile nicht belegt sind und sie zu Lasten der Frauen gehen.“ (Katja Sponholz)

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BARMER GEK Arzneimittelreport 2011

16. Juni 2011, BARMER GEK Arzneimittelreport 2011

Erhöhte Thrombosegefahr bei neuen Antibabypillen

 

Die Pharmaexperten des Barmer GEK Arzneimittelreportes kommen zu erschreckenden Ergebnissen:

Viele Frauen in Deutschland nehmen neue Antibabypillen die das Thrombose- und Embolie-Risiko erheblich erhöhten. Satt den sicheren älteren Präparaten der so genannten zweiten Generation, die das Gestagen Levonorgestrel enthalten, werden zu oft die teureren und viel beworbenen neuen Pillen verschrieben, die für Frauen gesundheitliche Risiken bergen.

Hierfür vermutet der Sozialwissenschaftler und Autor der Studie Gerd Glaeske wirtschaftliche Interessen der Pharmaindustrie. Die Hersteller verdienen mit dem Auslaufen des Patentes nicht mehr genug an den älteren Präparaten. Lukrativ sind hingegen die patentgeschützten neuen Antibabypillen der dritten und vierten Generation, die mit viel Aufwand vermarktet und beworben werden.

Bei Pillen der dritten Generation (mit den Gestagenen: Drospirenon, Desogestrel, Gestoden) kommt es nach aktueller Studienlage bei gleich guter Wirksamkeit und Zuverlässigkeit zu einer Verdopplung oder gar Verdreifachung des Risikos gegenüber den älteren Präparaten der zweiten Generation. Von der Einnahme dieser Pillen wird abgeraten:

"Von der Anwendung der Präparate mit diesen Gestagenkomponenten ist auf Grund der vorliegenden Daten u.E. abzuraten.“1


Allen Frauen sollten daher  mit ihrem Arzt über ihr Pillen-Präparat sprechen und sich über die Risiken oder einem möglichen Wechsel beraten lassen.


Link zum BARMER GEK Arzneimittelreport 2011

Link zur Infografik   (Seite 5)



Quellen:

BARMER GEK Arzneimittelreport 2011, Auswertungsergebnisse der BARMER GEK Arzneimitteldaten aus den Jahren 2009 bis 2010
Juni 2011, Schriftenreihe zur Gesundheitsanalyse, Band 8, Gerd Glaeske, Christel Schicktanz

1 „Bei den neueren Gestagenen wie Desogestrel (z.B. in Desmin®, Lamuna ®, Lovelle®), Drospirenon (z.B. in Petibelle®, Yasmin®, Yasminelle®, YAZ®) und Gestoden (z.B. in Femovan®, Minulet®) ist das Risiko-Nutzen-Profil infolge der schlechten Datenlage nicht abschließend bewertbar. Im Sommer 2009 geriet v.a. das drospirenonhaltige Produkt Yasmin® (Hersteller Bayer) in die öffentliche Diskussion, da vermehrt Meldungen über Todesfälle im Zusammenhang mit der Einnahme dieses Mittels vorlagen. Von der Anwendung der Präparate mit diesen Gestagenkomponenten ist auf Grund der vorliegenden Daten u.E. abzuraten.“
(BARMER GEK Arzneimittelreport 2011, Seite 95)


 

TV-Bericht über die SDG

16. Juni 2011, SWR Marktcheck

Fragwürdige Arzneimittel-Innovationen


Der SWR Berichtet in der Sendung Marktcheck über den Fall Felicitas Rohrer. Die Mitbegründerin der SDG erlitt nach Einnahme der Anti-Baby-Pille „Yasminelle“ schwere Nebenwirkungen und war 20 Minutern klinisch tot. In Deutschland sind bereits 14 Frauen gestorben, die Pillen mit dem Wirkstoff Drospirenon genommen haben. Trotzdem sind die Pillen weiterhin erhältlich.

"Wenn ein neues Medikament auf den Markt kommt, erwarten die Patienten, dass es ihnen damit besser geht, dass es schneller heilt oder weniger Nebenwirkungen hat. Doch manche Innovation hat schlimmere Nebenwirkungen als die bisherigen Produkte. Zählt da noch das Wohl des Patienten oder eher der Profit der Hersteller?" (SWR Marktcheck)

 

 

Antibabypillen mit erhöhter Thrombosegefahr

16. Juni 2011, Neues Deutschland, Silvia Ottow

Teuer und höchst gefährlich


"Beispiel Antibabypille. Am meisten wird Valette verordnet, mit einem Gesamtjahresumsatz von etwa drei Millionen Packungen. Auch Lamuna, Nuvaring, Yasmin oder Yasminelle, die sich unter den TOP 20 der verschriebenen Verhütungsmittel befinden, enthalten neuartige Gestagene, die für das hohe Thromboserisiko verantwortlich sind. Warum werden sie überhaupt verschrieben, wenn die Pillen aus der sogenannten zweiten Generation die gleiche Wirkung ohne die gefährlichen Risiken eines Gefäßverschlusses haben?" (Neues Deutschland)

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Arzneimittelreport

15. Juni 2011, Der Tagesspiegel, Rainer Woratschka

Gefahr durch moderne Antibabypille


"Moderne Antibabypillen bergen ein mehr als doppelt so hohes Risiko gefährlicher Nebenwirkungen wie ältere Mittel, werden von Ärzten aber inzwischen weit häufiger verordnet als die Vorgängerpräparate. Darauf hat der Arzneimittelexperte Gerd Glaeske im neuen Arzneimittelreport der BarmerGEK hingewiesen. Als Grund vermutet der Bremer Wissenschaftler die gezielte Werbung und Vermarktung durch die Pharmaindustrie, die mit neuen, noch patentgeschützten Medikamenten höhere Gewinne erzielt als mit bewährten Mitteln." (Der Tagesspiegel)

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Riskante Verhütungsmittel

16. Juni 2011, Rheinische Post, Eva Quadbeck

Profit mit der Pille


"Die Pharmaindustrie ist ebenso erfolgreich im Entdecken neuer Arzneien wie im Vermarkten ihrer Pillen. Sie finanziert Ärztefortbildungen, hilft bei der Praxisausstattung und lässt ihre Vertreter in Kliniken und Praxen ausschwärmen. Die Ärzte sind das wichtigste Vehikel für die Hersteller. Da Arzneimittelwerbung für verschreibungspflichtige Medikamente in Deutschland verboten ist, konzentrieren die Unternehmen ihre gigantischen Werbeetats auf die Mediziner. Das erzeugt eine gefährliche Schieflage. Denn mit Hilfe der Pharmaindustrie erhalten Praxen und Kliniken indirekte Finanzspritzen, was Abhängigkeiten erzeugt. Die Regeln, wo die Grenzen der Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Industrie liegen, sind eigentlich klar. Offenbar mangelt es aber an Kontrollen. " (Rheinische Post)


 

Verschwiegene Risiken

14. Juni 2011, Neues Deutschland, Ulrike Henning

Erstmals klagt nun auch in Deutschland eine Frau gegen Bayer und die Verhütungspille »Yasminelle«


"Felicitas Rohrer hat den Beipackzettel ihrer neuen Pille gelesen. Von ihrer Gynäkologin war die sportliche Nichtraucherin nicht zur Risikogruppe gezählt worden, bei der Verhütungsmittel mit Vorsicht zu wählen wären. Außerdem werde »Yasminelle« doch so gut vertragen, vom Hersteller gar mit einem »Figur-Bonus« beworben, hieß es. Über Alternativen wurde nicht gesprochen. Felicitas Rohrer bekam gleich in der Praxis eine Gratispackung und einen Schminkspiegel." (Neues Deutschland)

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Klage gegen Bayer

07. Juni 2011, SDG

Kritischer Bericht über drospirenonhaltige Antibabypillen im WDR

Die "Aktuelle Stunde" berichtet über die erste deutsche Klage gegen Bayer. Die Pillen Yaz, Yasmin und Yasminelle, werden als Life-Style-Produkte beworben, die schön und schlank machen und nebenbei auch noch verhüten. Zahlreiche Frauen weltweit erkrankten schwer nach der Einnahme dieser Produkte. Im Interview spricht Nana von der SDG über ihre Erfahrungen mit der Pille YAZ.

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Erneut Änderungen im Beipackzettel von Yasmin, Yaz und Yasminelle

01. Juni 2011, APOTHEKE ADHOC

Thrombosegefahr bei Drospirenon 


"Die Produktinformationen für Drospirenon-haltige Arzneimittel werden noch einmal geändert. Nachdem der Pharmakonzern Bayer bereits im Vorjahr Hinweise zum Risiko venöser Thrombosen (VTE) in die Fachinformationen seiner oralen Kontrazeptiva Yasmin/Yaz/Yasminelle (Drospirenon, Ethinylestradiol) aufgenommen hatte, fordert nun auch die Europäische Arzneimittelagentur EMA Änderungen." (APOTHEKE ADHOC)


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Klage gegen Bayer eingereicht

30. Mai 2011, Pressemitteilung von Rechtsanwalt Martin Jensch

Klage gegen die Bayer-Tochter, Bayer Vital GmbH wegen thromboseverursachender Antibabypille


Weltweit sind laut Angaben der Bayer AG 8000 Verfahren aufgrund von massiven Nebenwirkungen der drospirenonhaltigen Kontrazeptiva, vertrieben durch die Bayer-Tochter Bayer Vital GmbH anhängig. Es handelt sich hierbei insbesondere um die Präparate "Yasmin", "Yaz", "Yasminelle", "Petibelle". In der Bundesrepublik, dem Stammland der Bayer AG, wurden bisher, soweit bekannt, noch keine Klagen erhoben. Rechtsanwalt Martin Jensch aus der Kanzlei Dr. Schulze & Coll., Weiden id.Opf., hat nunmehr für eine der von ihm vertretenen Drospirenongeschädigten Klage zum örtlich zuständig Landgericht Waldshut-Tiengen auf Schadensersatz und Schmerzensgeld erhoben. Teil der Klage ist auch die Durchsetzung des  Auskunftsanspruchs nach § 84 a AMG hinsichtlich sämtlicher Fakten zur Wirkung von Drospirenon, insbesondere hinsichtlich Nebenwirkungen und Wechselwirkungen.


Die von Rechtsanwalt Jensch vertretene Klägerin, Felicitas Rohrer, nahm das Präparat "Yasminelle" im Oktober 2008 bis Juli 2009 ein. Am 11.07.09 erlitt sie eine fulminante beidseitige Lungenembolie mit einhergehendem Herzstillstand. Aufgrund des akuten Herzversagens war sie 20 Minuten lang klinisch tot. Während einer 4 1/2-stündigen Notoperation wurden, soweit möglich, die Thromben aus beiden Lungenflügeln beseitigt und so das Leben der Klägerin gerettet. Es liegen bei ihr jedoch massive Folgeschäden dergestalt vor, dass die Leistungsfähigkeit des Kreislaufs erheblich eingeschränkt ist und sie lebenslang auf Blutverdünner, die z.B. eine Schwangerschaft unmöglich machen, angewiesen ist. Die Klägerin hatte gerade ihr Studium als Tierärztin erfolgreich beendet. Aufgrund der stark herabgesetzten Leistungsfähigkeit kann sie in diesem Beruf nicht mehr arbeiten, und ist auch in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht.

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Thrombose durch Antibabypille

30. Mai 2011, Badische Zeitung, Elisabeth Willers

Bad Säckingerin verklagt Bayer


"Die Einnahme der Antibabypille "Yasminelle" hat sie fast das Leben gekostet – jetzt verklagt eine 26-Jährige aus Bad Säckingen die Bayer AG. Wegen einer erlittenen Thrombose wird sie lebenslang an massiven Folgeschäden leiden. Die Einnahme der Pille von Oktober 2008 bis Juli 2009 hatte die junge Frau fast das Leben gekostet, so ihre Argumentation. Sie erlitt eine beidseitige Lungenembolie mit Herzstillstand und war 20 Minuten lang klinisch tot." (Badische Zeitung)

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Nebenwirkungen

06. Mai 2011, arznei-telegramm

Neues zu Thromboembolien unter Drospirenon-Pillen

"Das Thromboembolierisiko unter Drospirenon-haltigen Kontrazeptiva* (YASMIN u.a.), das bisher mit dem 1,6-fachen von so genannten Zweitgenerationspillen beziffert wurde (a-t 2009; 40: 100), könnte nach zwei soeben veröffentlichten Fallkontrollstudien firmenunabhängiger Autoren unterschätzt werden.* Drospirenon-haltige Pillen erhöhen den neuen Studien zufolge das Thromboembolierisiko im Vergleich zu Levonorgestrel auf das Zwei- bis Dreifache:“ (arznei-telegramm)

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Die Internetseite der SDG geht online

26. April 2011, SDG

Unter der Adresse www.risiko-pille.de geht die Internetseite der Selbsthilfegruppe Drospirenon Geschädigter online.

 

Erhöhtes Thromboserisiko für Drospirenon erneut bestätigt

22. April 2011, SDG

Im British Medical Journal wurden zwei neue Studien veröffentlicht, die ein zwei- bis dreifach erhöhtes Risiko venöser Thromboembolien für drospirenonhaltige Antibabypillen im Vergleich zu levonorgestrelhaltigen oralen Kontrazeptiva zeigen.

 

Gegenantrag zur Bayer Hauptversammlung

5. April 2011, Coordination gegen BAYER-Gefahren

 

BAYER-Hauptversammlung am 29. April:

Gegenantrag zu gefährlichen Kontrazeptiva eingereicht

 

Wieder kam es zu einem Todesfall bei der Verwendung der Antibaby-Pille Yasminelle von BAYER. Ende Januar starb eine 21-jährige Österreicherin an einer Embolie, obwohl Ärzte unmittelbar zur Stelle waren. Tragischerweise hatte sie sich die Pille verschreiben lassen, um Gewicht zu verlieren. Neue Daten der US-Aufsichtsbehörden zeigen, dass die Zahl schwerer Nebenwirkungen und Todesfälle weit höher liegt als bislang angenommen. Allein in den USA starben demnach 190 Frauen nach Einnahme der Pillen Yasmin und Yaz. In den USA sind rund 7.000 Klagen gegen BAYER anhängig.

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Gründung der SDG

04. April 2011, SDG

Die Betroffenen Felicitas, Kathrin, Nana und Susan gründen die Selbsthilfegruppe Drospirenon Geschädigter (SDG).

 

Klage gegen BAYER, Artikel über Felicitas

28. September 2010, Wirtschaftswoche, Jürgen Salz

Der Feel-Bad-Faktor: Patienten verklagen Pharmariesen

In der Wirtschaftswoche ist heute ein 8-seitiger Artikel zu Klagen gegen Pharmaunternehmen erschienen. Darin werden zwei Kampagnen der Coordination gegen BAYER-Gefahren aufgegriffen, Yasmin und Duogynon. Ein großes Foto zeigt Felicitas Rohrer, die in der vergangenen BAYER-Hauptversammlung zu tödlichen Nebenwirkungen von Antibaby-Pillen von BAYER gesprochen hat.

"Felicitas Rohrer, eine gelernte Tierärztin aus Bad Säckingen im Südwesten Deutschlands, wird sich demnächst mit dem Bayer-Konzern rechtlich anlegen. "Bayer hat mein Leben zerstört", sagt die heute 26-jährige Frau. Sie fühlt sich als Opfer der Bayer-Verhütungspille Yasminelle, die sie eingenommen hat. Rohrer erlitt eine doppelte Lungenembolie. In ihren beiden Lungenflügeln bildeten sich Blutgerinnsel, sie verlor das Bewusstsein und war 20 Minuten lang klinisch tot. In einer dramatischen Aktion öffneten die Ärzte ihren Brustkorb und retteten sie. Das war vor etwa einem Jahr. Heute kann die Badenerin nicht lange stehen, sitzen oder sich konzentrieren, sie leidet unter Albträumen und Angstzuständen und kann, solange sie zur Verhinderung weiterer Thrombosen einen Blutverdünner einnehmen muss, keine Kinder bekommen." (Jürgen Salz, Wirtschaftswoche) 

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Eine Pille mit bitteren Nebenwirkungen

23. September 2010, Mittelbayrische Zeitung, Hans Scherrer und Dominik Schleidgen

Zwei Frauen wären nach der Einnahme des Verhütungsmittels fast gestorben. Sie sind für den Rest ihres Lebens schwer beeinträchtigt.

"Regensburg. „Sie ist klein, sie ist rund – und sie hat die Welt verändert“, schrieb eine Illustrierte anlässlich des 50. Geburtstags der „Pille, die den Weg für eine neue Sexualität bereitet“ habe, „ohne Angst vor Schwangerschaften“. In diesen Jubel können die Regensburger Jurastudentin Kathrin Weigele (28) und die 25-jährige Tiermedizinerin Felicitas Rohrer aus Bad Säckingen (Baden-Württemberg) nicht einstimmen. Die Pille hat ihr Leben nachhaltig verändert – in dramatischer Weise.

Felicitas Rohrer wird im Juli letzten Jahres als Notfall ins Krankenhaus eingeliefert. Als sie in den Operationssaal kommt, ist sie klinisch tot. Die Diagnose lautet: Lungenembolie, ausgelöst durch das Verhütungsmittel „Yasminelle“. Dieses Präparat – vertrieben durch die Bayer AG – „enthält den Wirkstoff Drospirenon, der das Thromboserisiko im Vergleich zu anderen Kontrazeptiva erheblich steigert“, sagt Rechtsanwalt Martin Jensch aus Weiden, der sowohl Kathrin Weigele als auch Felicitas Rohrer gegenüber der Bayer AG vertritt." (Hans Scherrer und Dominik Schleidgen)

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Der WDR-Bericht über Susan

29. August 2010, Aktuelle Stunde WDR, Meike Hendriksen

Gefährliche Pillen?

Der WDR berichtet in der Aktuellen Stunde über das Schicksal von Susan, die nach der Einnahme von Yasminelle eine Lungenembolie erlitt. 

 

Interview mit Ulrich Hagemann, BfarM

14. August 2010, Der Tagesspiegel, Jahel Mielke

Pharmazeut Hagemann "Das Image hat nicht gelitten"

Ulrich Hagemann ist Pharmazeut und Biochemiker, er überwacht als Abteilungsleiter im Bundesinstitut für Arzneimittel die Sicherheit von Medikamenten. Im Interview mit Jahel Mielke vom Tagesspiegel weist er auf das erhöhte Risikopotenzial drosperinonhaltiger Anitbaby-Pillen hin. Er kritisiert die Vermarktung, Werbung mit falschen Versprechungen und fordert eine bessere Aufklärung durch die Ärzte.

"Wir haben aus den Studienergebnissen den Schluss gezogen, dass die Änderung der Packungsbeilage der Yasmin-Familie notwendig ist. Bayer musste das akzeptieren.
Mit dem Versprechen einer reinen Haut etwa versuchen Konzerne, die Pille als Lifestyle-Produkt zu vermarkten.
Wir sehen das kritisch. Die Firmen werben mit den Nebeneffekten, und teilweise ist das grenzwertig falsch. Reinere Haut, besserer Teint, geringere oder keine Gewichtszunahme sind zwar zum Beispiel bei Pillen der Yasmin-Familie beobachtet worden, aber die Effekte sind so gering, dass sie kein Argument für die Verordnung dieser Pillen sind. Mit der Pille geht eine Akne nicht plötzlich weg." (Ulrich Hagemann im Interview mit Jahel Mielke)

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Klage gegen BAYER, Artikel über Kathrin

30. Juli 2010, Die Zeit, Jutta Hoffritz

Yasmin ist die meistverkaufte Verhütungspille der Welt – und nun das größte Problem des Leverkusener Konzerns

"Im Nachhinein lässt sich schwer sagen, wann in Kathrin Weigeles Leben die Normalität abhandenkam. Irgendwann Anfang 2006 muss es gewesen sein, als sie Schmerzen in Rücken und Brust spürte und immer häufiger außer Atem geriet. Ihr Regensburger Hausarzt schickte die damals 24-Jährige zum Orthopäden. Der meinte, wegen des nahenden Staatsexamens sitze sie wohl viel, und verschrieb Krankengymnastik. Doch wenig später schaffte die passionierte Pfadfinderin und Snowboarderin zu Fuß nicht mal mehr die 800 Meter durch die Altstadt zum Ärztehaus." (Jutta Hoffritz)

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Diese Antibabypille wirkt für immer

22. Mai 2010, Oberpfalznetz, Simone Baumgärtner

"Weidener Anwälte vertreten zwei Frauen, die angeblich nach Pilleneinnahme fast gestorben wären."

"Weiden. Zwei Frauen verhüteten mit der Antibabypille der "neuesten Generation" und bezahlten dafür fast mit dem Leben. Das behaupten zumindest Felicitas Rohrer (25) und Kathrin Weigele (28) und strengen ein Gerichtsverfahren gegen den Vertreiber der Verhütungsmittel Yasmin und Yasminelle an: den Pharma-Riesen Bayer AG. Rechtsbeistand dafür suchten sie sich in Weiden." (Simone Baumgärtner)

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Antibabypille unter Verdacht

19. Oktober 2009, ZDF WISO

Erhöhtes Thromboserisiko

"Antibabypillen der dritten und vierten Generation sollen häufiger Blutgerinnsel hervorrufen, die Lungenembolien auslösen können. Seitdem die Pillen der vierten Generation im Jahr 2000 auf den Markt gekommen sind, starben allein in Deutschland sieben Frauen, die solche Präparate eingenommen hatten, an einer Lungenembolie oder ihren Folgen.
Die Präparate stehen, genauso wie die der dritten Generation, seit längerem unter dem Verdacht, ein höheres Thromboserisiko mit sich zu bringen als frühere Antibabypillen-Präparate." (Pressemitteilung vom 19.10.2009)

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Auf die Verhütung folgte der Tod

14. Oktober 2009, Süddeutsche Zeitung, Martin Kotynek

In Deutschland sind seit 2001 sieben Frauen gestorben, die Antibabypillen aus der Yasmin-Serie von Bayer genommen hatten. Tragische Einzelfälle?

"Morgens, gleich nach dem Aufwachen, sticht sich Felicitas Rohrer in den Finger, um ihre Blutwerte zu messen. Dann zieht sie einen Stützstrumpf über ihr geschwollenes linkes Bein und lagert es beim Frühstücken hoch. Einen Großteil des Tages verbringt sie dann mit Lymphdrainage, Narbenbehandlung und in den Wartezimmern diverser Ärzte. Abends nimmt sie ihre Medikamente. Felicitas Rohrer ist erst 25 Jahre alt.

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Marketing für Antibabypille Qlaira

08. August 2009, Stern.de, Nina Bublitz

Wie Frauen mit "Natürlichkeit" gelockt werden

"Wer sich im Internet über Antibabypillen informiert, landet leicht auf Pharmaseiten. Aktuelles Beispiel: die Webseite für die "Pille mit natürlichem Östrogen". Das regt Ärzte ebenso auf wie Juristen." (Nina Bublitz)

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Hormonale Kontrazeptiva und venöse Thrombosen

27. August 2009, Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Hormonale Kontrazeptiva und venöse Thrombosen

"Zwei jetzt publizierte Studien haben einerseits bestätigt, dass das VTE-Risiko (Risiko für venösen Thromboembolien) für KOK (kombinierte oraler Kontrazeptiva) der dritten Generation größer ist als das von KOK der zweiten Generation. Als neues Ergebnis wurde in beiden Studien aber auch festgestellt, dass das VTE-Risiko für KOK, die das Gestagen Drospirenon enthalten, ebenfalls höher ist als bei Anwendung von KOK der zweiten Generation." (Internetabruf vom 22.04.2011, Risikoinformation, Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

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Hormone mit Nebenwirkungen

03. Juli 2009, Die Tageszeitung, Lutz Debus

Bittere Antibabypille

Die Taz berichtet über Nebenwirkungen der Pille Yasmin, nachdem eine 16-jährige Schweizerin, die mit dieser Pille verhütete, schwer behindert ist. Sie kann nicht mehr sprechen und muss künstlich ernährt werden. Das staatliche Institut Swissmedic, die  Medikamentenaufsicht der Schweiz, regiert mit einer Untersuchung zu den Risiken verschiedener Antibabypillen. In Deutschland sieht man trotz Meldungen über sieben Todesfälle im Zusammenhang mit Yasmin keinen Grund zu handeln.

"Yasmin, der Name dieses Verhütungsmittels klingt luftig-duftig und bedient feminin wirken wollende Sprachästhetik wie sonst nur Damenbinden und Yoghurtgetränke. So harmlos wie die Bezeichnung ist die Pille aus dem Hause der Bayer HealthCare AG aber nicht." (Lutz Debus, Die Tageszeitung)

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BAYER verschweigt Zahl der Todesfälle

19. Juni 2009, Coordination gegen BAYER-Gefahren

Schweizer Behörde kündigt Überprüfung an / Mindestens sieben Tote in Deutschland

Der Leverkusener BAYER-Konzern verschweigt der Öffentlichkeit die Zahl tödlicher Nebenwirkungen von Antibaby-Pillen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) teilte in der vergangenen Woche auf Anfrage mit, dass es in Deutschland zu „sieben Todesfällen im Zusammenhang mit der Anwendung des Arzneimittels Yasmin“ gekommen sei. BAYER hingegen verweigert Angaben zur Häufigkeit von schweren Nebenwirkungen und Todesfällen, angeblich um „die Kundinnen nicht zu verunsichern“.


Hubert Ostendorf vom Vorstand der Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG): „Das Ziel von BAYER ist es, Hormonpräparate weltweit als Standard-Verhütungsmittel zu etablieren, denn die Gewinne sind gigantisch. Der Konzern lässt negative Informationen in der Schublade verschwinden, um den Absatz nicht zu gefährden.“ Die CBG fordert eine Offenlegungs-Pflicht aller gemeldeten Nebenwirkungen sowie aller Anwendungsstudien.

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Von Anwendung wird abgeraten

12. Oktober 2007, arznei-telegramm


Thromboembolierisiko Drospirenon-haltiger Kontrazeptiva (Yasmin u.A.)

Das Arznei-telegramm, ein unabhängiger Informationsdienst für medizinische Fachkreise rät von der Anwendung Drospirenon-haltiger Antibabypillen ab. Aktuelle Studien, wie "EURAS" und "INGENIX" sind aufgrund massiver methodischer Mängel ohne Aussagekraft. Die EURAS-Studie wurde zudem von Schering mitfinanziert. Sie kommt zu dem Ergebniss, dass das Thromboserisiko für oraler Kontrazeptiva mit dem Wirkstoff Drospirenon niedriger ist als es unabhängige Studien bisher zeigen. Die Gaubwürdigkeit dieser Studie ist zweifelhaft, da der Erstautor J. Dinger zum Zeitpunkt der Studiendurchführung auch Leiter des Bereichs Gynäkologie bei Schering war.


"Noch unzureichender als EURAS ist die INGENIX-Studie, in der US-amerikanische Krankenversicherungsdaten ausgewertet werden. Obwohl das erhöhte Risiko venöser Thromboembolien unter oralen Kontrazeptiva der dritten Generation gegenüber Zweitgenerationspillen hinreichend dokumentiert ist, werden die Vergleichspräparate in der vom dortigen YASMIN-Anbieter Berlex finanzierten Untersuchung weder beschrieben noch unterschieden. Die Studie hat daher keinerlei Aussagekraft." (arznei-telegramm)

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Über 100 thromboembolische Ereignisse

29. Oktober 2006, arznei-telegramm


Thrombosen unter Drospirenon-haltigen Antibabypillen

Das arznei-telegramm, ein unabhängiger Informationsdienst für medizinische Fachkreise berichtet über den Fall einer jungen Frau die mit Yasmin verhütete und eine Lugenembolie erlitt. Weitere Fälle wurden in Deutschland gemeldet.


"Unserem NETZWERK DER GEGENSEITIGEN INFORMATION gingen drei weitere Berichte über thromboembolische Ereignisse unter den Drospirenon-haltigen Kontrazeptiva YASMIN und PETIBELLE zu (14.194, 12.267, 12.131). Die Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft dokumentiert inzwischen 124 entsprechende Berichte, davon 33-mal Lungenembolie und achtmal ein zerebrales Geschehen. 44 geschädigte Frauen sind 25 Jahre und jünger (AkdÄ: Datenstand vom 18. Sept. 2006)." (arznei-telegramm)

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Warnung vor Thrombosen

08. Mai 2002, arznei-telegramm

Thrombosen unter Drospirenon-haltigen "Pillen" (Petibelle, Yasmin)

Das arznei-telegramm, ein unabhängiger Informationsdienst für medizinische Fachkreise berichtet über 40 Fälle (zwei mit Todesfolge) von venösen Thrombosen, die in Zusammenhang mit den neuen Antibabypillen stehen.

"Die Vermarktung von Drospirenon-haltigen Kontrazeptiva zielt mit Behauptungen wie "Möglichkeit zur Gewichtsabnahme" auf den Lifestyle-Bereich. Bei Markteinführung verwiesen wir auf fehlende Daten zur Thrombogenität des neuen Gestagens und rieten wegen des zu geringen Erprobungsgrades von der Anwendung ab." (arznei-telegramm)

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Lifestyle-Kontrazeptivum PETIBELLE/YASMIN

21. November 2000, arznei-telegramm

Zurückhaltung angebracht
Das arznei-telegramm, ein unabhängiger Informationsdienst für medizinische Fachkreise äussert sich bereits zur Markteinführung der Pillen Petibelle (Jenapharm) und Yasmin (Schering/Bayer) kritisch. Zusantznutzen wie Gewichtsreduktion sind minimal. Die Gefahr gefährlicher Nebenwirkungen nicht ausreichend erforscht.    

"Die Thrombogenität der neuen Kontrazeptiva lässt sich mangels Daten nicht einordnen. Bei dieser dürftigen Risikoinformation halten wir den Gebrauch von PETIBELLE und YASMIN, die offensichtlich den Lifestylebereich abdecken sollen, für nicht begründbar." (arznei-telegramm)

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