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Mythos Einzelfall:
Die SDG Aktionen

Kathrin Weigele spricht auf der BAYER Hauptversammlung 2013

16. April 2013, Kathrin Weigele spricht vor den Aktionären und dem Vorstand auf der BAYER Hauptversammlung als Vertreterin der SDG
 
Katrin Weigele
 
 
Sehr geehrter Herr Dr. Dekkers,

sehr geehrte Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrates,

meine Damen und Herren

 
rund 200 tote Frauen in den USA, 18 tote Frauen in Deutschland und 14 gemeldete Todesfälle in Frankreich. Zudem zahlreiche Frauen weltweit, die nach der Einnahme einer drospirenonhaltigen Pille wie Yasmin, Yasminelle oder Yaz aus Ihrem Hause schwere Nebenwirkungen wie Thrombosen, Lungenembolien oder einen Schlaganfall erlitten haben. Das ist die traurige und offizielle Bilanz der drospirenonhaltigen Pillen. Die Dunkelziffer ist allerdings hoch, denn nicht jeder Vorfall wird den zuständigen Stellen wie etwa dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte gemeldet. Oft wird von den Ärzten auch der Zusammenhang von Erkrankung und Einnahme der Pille verkannt.
 
Mein Name ist Kathrin Weigele. Ich habe selbst nach Einnahme der Pille Yasmin eine schwere beidseitige Lungenembolie erlitten. Ich selbst habe eine Ärzteodyssee  hinter mir, weil niemand zunächst erkannte, dass eine junge gesunde Frau von 24 Jahren urplötzlich lebensbedrohlich erkrankte, weil sie sich vertrauensvoll in die Hände von Bayer begab und das tat, was viele Frauen tun: nämlich eine Ihrer drospirenonhaltigen Pillen zu nehmen, die  die Thrombosegefahr nach aktueller Studienlage wohl deutlich erhöhen.
 
 
Ich habe die Einnahme der Pille Yasmin beinahe mit dem Leben bezahlt. Herz und Lunge waren und sind schwer gezeichnet von den Embolien. Man gab mir eine Überlebenschance von 5%. Lebenslange Folgeschäden und die lebenslange Einnahme von Blutgerinnungsmitteln sind mir geblieben. Eine Schwangerschaft ist damit praktisch ausgeschlossen. 
 

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Die AVEP spricht auf der BAYER Hauptversammlung 2013

26. April 2013, AVEP, Elisabeth Walton 

 

Rede Franzosen

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir stehen heute vor Ihnen als die AVEP, die Gemeinschaft der französischen Opfer der Antibabypille.

Unser Verein hat mehr als 500 Aussagen von Opfern zusammengetragen, darunter die von 40 Familien, die ihre Tochter, ihre Frau oder ihre Mutter verloren haben. Wir wollen die Stimme derjenigen hörbar machen, die gestorben oder schwerwiegend körperlich behindert sind. Und das aufgrund der Diane 35, der Meliane, der Yaz, der Yasmin oder der Yasminelle. Wir protestieren gegen das verantwortungslose Verhalten der Geschäftsführung von Bayer, deren einziges Ziel ist, den Gewinn zu maximieren, auf Kosten der Gesundheit und dem Leben von vielen Frauen.

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Proteste vor der Halle der BAYER Hauptversammlung 2013

26. April 2013, Köln, Bayer Hauptversammlung

 

Auch 2013 hat die SDG ihre Mitglieder mit einer Protestaktion vor der BAYER Hautversammlung vertreten. Wir sprachen mit der Presse, gaben Interviews und protestierten vor der Halle.

 

Transparent 

 

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Die französische Organistation AVEP mit Elisabeth Walton (rechts)

 

Foto 4

Alexandra gibt dem WDR ein Interview. Hier gehts zum TV Bericht.

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Rede vor der Bayer Aktionärsversammlung 2012


27. April 2012, Rechtsanwalt Martin Jensch vertritt die SDG auf der Bayer Hauptversammlung

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Sehr geehrter Herr Dr. Schneider,
sehr geehrter Herr Dr. Dekkers,

sehr geehrte Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrates,

meine sehr geehrten Damen und Herren,

Thema meines Redebeitrags ist der Wirkstoff Drospirenon, der in den oralen Verhütungsmitteln der Produktfamilie Yasmin/Yasminelle enthalten ist und bei Anwenderinnen zu massiven Schäden geführt hat. Wir haben in den anderen Redebeiträgen hierüber bereits einiges gehört und Sie Herr Dr. Dekkers haben auf die Ausführungen in Ihrer Rede verwiesen. Es sind aber für mich die wesentlichen Fragen offen geblieben.

Ich darf mich kurz vorstellen, mein Name ist Martin Jensch. Ich bin Rechtsanwalt und vertrete mehrere durch den Wirkstoff Drospirenon geschädigte Frauen. Ich spreche heute zu Ihnen sowohl für Frau Weigele und Frau Rohrer, die beide in den letzten zwei Jahren hier gesprochen haben, als auch im Hinblick auf die gesundheitlichen Schicksale drospirenongeschädigter Frauen, die sich in der Selbsthilfegruppe Drospirenon-Geschädigter (SDG) zusammengefunden haben. Meine Mandantinnen, Frau Weigele und Frau Rohrer, haben Ihnen bereits eindrucksvoll die massiven Gesundheitsbeeinträchtigungen, die sie aufgrund der Einnahme von Yasmin bzw. Yasminelle erlitten haben, geschildert. Beide erlitten schwerste Lungenembolien und müssen mit lebenslangen Folgen, wie z.B. Gasaustauschstörungen, die zu erheblichen Leistungsverminderungen führen, und dauerhafte Einnahme von Markumar, mit einhergehender faktischer Unmöglichkeit schwanger zu werden, leben.

Die berechtigten Fragen meiner Mandantinnen haben Sie bisher immer mit dem Verweis auf schicksalhafte gesundheitliche Verläufe, die nicht im Zusammenhang mit dem von Ihnen in den Verkehr gebrachten Wirkstoff Drospirenon stehen, versucht zu beantworten. Jegliche Verantwortlichkeit wurde bisher abgelehnt.

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Antwort von Bayer auf die Rede

27. April 2012, SDG

Die Reaktion des Vorstandes auf die Rede:

Herr Dr. Dekkers ist in seiner Antwort nicht auf alle vorgetragenen Punkte und Fragen eingegangen. Er ließ jedoch verlautbaren, der Bayer-Konzern wie auch er selbst bedauerten die Schicksale sehr und wenn er soetwas sagen würde, meine er das auch so.


 

Auf einige Fragen hat Herr Dr. Dekkers inhaltlich wie folgt geantwortet:

Mit Stand vom 27.04.2012 sind derzeit in den USA 11.900 Klagen anhängig mit insgesamt 14.000 Klägerinnen (da auch Sammelklagen beinhaltet sind).

651 Fälle in den USA wurden durch Abfindungen mit insgesamt 142 Millionen Dollar beendet.

 

Bayer ist jedoch weiterhin von dem positiven Nutzen-Risiko Profil seiner drospirenonhaltigen Pillen überzeugt. Die bisher vorliegenden Studien bezüglich des Thromboserisikos seien nicht eindeutig, da es auch Studien gebe, die kein erhöhtes Risiko unter Drospirenon feststellen konnten (wir gehen davon aus, dass Bayer damit auf die eigenfinanzierten Studien Ingenix und Euras hinweisen möchte). Konkrete Studien wurden nicht genannt. Über aktuelle und neu in Auftrag gegebene Studien wurde auch nichts gesagt.

Drospirenon war insgesamt eines der dominierenden Themen auf der Bayer Hauptversammlung 2012. Herr Dr. Dekkers sprach bereits in seiner Eröffnungsrede von Drospirenon als einem der zentralen Probleme der Pharmasparte des Konzerns "Bayer Health Care". So bestehe in den USA ein massives Haftungsrisiko. Der Konzern sei zwar in "industrieüblichem Umfang gegen Produkthaftungsrisiken versichert". Abhängig vom weiteren Verlauf der Klagesituation könne es jedoch sein, dass die Versicherungssumme des Konzerns überschritten werden und der bestehende Versicherungsschutz eventuell nicht ausreiche, um für Verteidigungskosten und etwaige Schadensersatzleistungen vollständig aufzukommen. Genaue Zahlen wurden nicht genannt.

 

Felicitas Rohrer spricht auch 2011 vor den Bayer-Aktionären

29. April 2011, SDG

Die SDG stellte kritische Fragen an den Bayer Vorstand

die sdg bei der bayer hauptversammlung 2011  

Die Rede von Felicitas:

Mein Name ist Felicitas Rohrer und ich möchte über ein wichtiges Thema sprechen: Die Folgen und Nebenwirkungen drospirenonhaltiger Antibabypillen.

Antibabypillen der neusten Generation aus dem Hause BAYER wie etwa Yasmin, Yasminelle, Yaz und Petibelle enthalten den Wirkstoff Drospirenon. Drospirenon steht im Verdacht ursprünglich als Diuretikum entwickelt worden zu sein, d.h. als Ausschwemmmittel, das Wasser aus dem Organismus ausschleusen soll. Meine Frage an den Vorstand: Stimmt es, dass Drospirenon ein Diuretikum ist und dass erst später entdeckt wurde, dass der Wirkstoff auch Hormon-Eigenschaften hat? Denn gerade diese Wirkungsweise von Drospirenon stellt auch dessen größtes Problem dar. Der Wirkstoff entzieht dem Körper besonders viel Wasser, wodurch sich das Blut verdickt und das Thromboserisiko der Anwenderinnen enorm erhöht wird. Eine solch gesteigerte Thrombosegefahr im Vergleich zu älteren Präparaten haben zahlreiche Studien unabhängiger Wissenschaftler nachgewiesen und belegt: So wurde etwa in einer niederländischen Studie aus dem Jahr 2009 ein bis zu fünffach erhöhtes Thromboserisiko und in einer dänischen Studie aus demselben Jahr ein doppeltes Risiko im Vergleich zu Präparaten ohne Drospirenon festgestellt. Auch zwei erst kürzlich erschienene neue medizinische Studien weisen auf ein erhöhtes Risiko von Blutgerinnseln hin. Untersuchungen auf der Grundlage von britischen und amerikanischen Daten ergaben hier ein bis zu dreifach erhöhtes Risiko gegenüber älteren Pillen.

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Protest auf der Bayer Hauptversammlung 2011

29. April 2011, SDG

Die Selbsthilfegruppe Drospirenon Geschädigter (SDG) setzte sich auf der Bayer Aktionärshauptversammlung in Köln für ein Verbot von Pillen mit erhöhter Thrombosegefahr wie Yasmin, Yasminelle und Yaz ein. Vor Beginn der Versammlung wurde Kontakt zu den Aktionären gesucht. Mit Flugblätter und roten Shirts machten wir darauf aufmerksam, dass wir nach der Einnahme von Antibabypillen aus dem Hause Bayer lebensbedrohliche Nebenwirkungen erlitten.

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Kathrin Weigele spricht 2010 auf der Bayer-Hauptversammlung

30. April 2010, SDG

Die Rede von Kathrin Weigele


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Meine Damen und Herren, werte Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates,

mein Name ist Kathrin Weigele und ich möchte zu dem Thema Nebenwirkungen von Antibabypillen der 3. und 4. Generation zu Ihnen sprechen. Bei der Diskussion um die Nebenwirkungen dieser Pillen geht es vor allem um die dort verwendeten Inhaltsstoffe und deren Auswirkungen auf die Häufigkeit venöser Thromboembolien. Pillen der dritten Generation beinhalten den Wirkstoff Desogestrel und Pillen der vierten Generation den Wirkstoff Drospirenon. Beide Stoffe bringen ein höheres Thromboserisiko gegenüber Pillen der älteren, zweiten Generation mit sich. Ich selbst bin von dieser Problematik in besonderer Weise betroffen und so bin ich froh und auch dankbar, heute hier stehen und von meinem Schicksal berichten zu können. Denn auch ich wurde im Alter von 24 Jahren nach einer etwa halbjährigen Einnahme der Pille Yasmin beinahe aus dem Leben gerissen.

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Felicitas Rohrer spricht vor den Bayer-Aktionären 2010


30. April 2010, SDG

Die Rede von Felicitas Rohrer


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Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist Felicitas Rohrer,
ich bin 25 Jahre alt und komme aus Bad Säckingen.

Zunächst möchte ich aus dem Begleitheft der Antibabypille Yasminelle, die von Bayer vertrieben wird, zitieren:
„Yasminelle – mehr als eine neue Pille. Die niedrige Dosierung soll für eine gute Verträglichkeit sorgen und das Drospirenon hat ein paar hilfreiche Zusatznutzen auf Lager: 

- Smile-Effekt – und du fühlst dich rundum wohl in deiner Haut.

- Feel-Good-Faktor: Yasminelle verbessert körperliches und seelisches Befinden. 

- Figur-Bonus: Yasminelle hilft, das Gewicht stabil zu halten. 

Mit Yasminelle kannst du das Leben und die Liebe so richtig genießen. Mit Yasminelle kannst du zu jeder Zeit im Zyklus singen: I feel good…“

Ich bin im Juli des vergangenen Jahres fast an einer doppelten Lungenembolie gestorben. Ursache dafür war genau diese in dem Begleitheft so angepriesene Antibabypille Yasminelle. Von Ihrer Firma.

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