Nicht nur die Pille erhöht das Thromboserisiko!Kombinierte orale Kontrazeptive (KoK) mit dem Gestagen Levnonorgestrel oder Norethisteron haben nur ein halb so hohes Risiko an einer Thrombose zu erkranken als kombinierte Pillen mit den Gestagenen Desogestrel, Gestoden oder Drospirenon. Aber nicht nur die Pille erhöht das Thromboserisiko für Frauen! Dänische Forscher haben untersucht, wie hoch das Risiko für andere hormonelle Verhütungsmittel ist. Dafür haben sie von 2001-2010 alle dänischen, nicht schwangeren Frauen im Alter von 15-49 Jahren beobachtet.
Die Pille - Unterschieden wird nach dem GestagenKombinierte orale Kontrazeptiva sind heute die gängigsten Pillenpräparate, die zwei hormonale Wirkstoffe, ein Östrogen (meistens Ethinylestradiol) und ein Gestagen enthalten. Seit der Markteinführung der kombinierten Pille unterscheidet man verschiedene Generationen der Pille, die nach ihrem Gestagen sortiert werden:
Schaut einfach mal in euerem Beipackzettel nach!
* Antiandrogene Pillen haben die Eigenschaft Vermännlichkeitserscheinungen entgegen zu wirken. Sie wirken somit gegen Pickel, Haarausfall und übermäßiger Körperbehaarung
** Cyproteronacetathaltige Pillen haben zwar verhütende Eigenschaften, aber keine Zulassung als Kontrazeptivum und werden nur gegen Akne, Behaarung und Haarausfall verschrieben.
*** Die Pille Qlaira ist ein Vierphasenpräparat mit dem Gestagenwirkstoff Dienogest und enthält das Östrogen Estradiolvalerat
Welche Pillen haben ein erhöhtes Thromboserisiko?Bisher galt: Je höher die Östrogendosis, desto höher ist auch das Thromboserisiko.
Kombinierte orale Kontrazeptiva sind heute die gängigsten Pillenpräparate, die zwei hormonale Wirkstoffe, ein Östrogen (meistens Ethinylestradiol) und ein Gestagen enthalten. Diese kombinierten Pillen können auf verschiedene Weisen zusammengesetzt sein. Dabei enthalten 1-Phasenpräparate (alle Tabletten mit gleicher Wirkstoffkombination, Östrogen + Gestagen) meistens weniger des Östrogens Ethinylestradiol als 2 - oder 3- Stufenpräparate (jede Stufe enthält eine andere Wirkstoffkombination) und sollen daher mit einem geringeren Risiko verbunden sein.
1-Phasenpräparat
2-Phasenpräparat
3-Phasenpräparat
Allerdings geraten die neuen kombinierten Antibabypillen der 3. und 4. Generation immer mehr in Verdacht, auch auf Grund ihres Gestagens ein erhöhtes Risiko für eine Thrombose und damit verbunden ein Risiko für einen Schlaganfall, Herzinfarkt, Hirnödem oder eine Lungenembolie mit sich zu bringen.
Alle zugelassenen Antibabypillen, Inhaltsstoffe und PreiseKOK: Kombinierte orale Kontrazeptiva sind heute die gängigsten Pillenpräparate die zwei hormonale Wirkstoffe, ein Östrogen (meistens Ethinylestradiol) und ein Gestagen enthalten.
Die ersten KOK hatten noch einen hohen Östrogengehalt von weit mehr als 0,05 mg und werden heute nur noch sehr selten verschrieben. Mikropillen: modernen KOK die weniger als 0,050 mg Östrogen enthalten. Der Großteil der heutigen Präparate enthält entweder 0,020 oder 0,030 mg Etinylestradiol. Man unterscheidet zudem 1-Phasenpräparate (jede Pille enthält die gleiche Zusammensetzung), die in der Regel weniger des Östrogens Ethinylestradiol enthalten als in 2- oder 3 Stufenpräparaten (jede Stufe ist unterschiedlich dosiert). Minipillen: Sind Monopräparate, die nur die Gestagenkomponente enthalten, also östrogenfrei sind und meistens durch genommen werden.Liste aller zugelassenen Antibabypillen. Sie werden in verschiedene Gruppen /Generationen eingeteilt und zwar auf Grund ihres Gestagens Diese Liste gibt dir keine Aussage über das Thromboserisiko!
Studien bestätigen erhöhtes ThromboserisikoVier Studien kommen zu demselben Ergebnis: drospirenonhaltigen Antibabypillen haben im Vergleich zu älteren (levonorgestrelhaltigen Produkten) ein erhöhtes Thromboserisiko. Professor Rosendaal von der Universität Leiden rät in diesem Zusammenhang von der Verwendung drospirenonhaltige Pillen ab. Für angebliche Zusatznutzen wie einem verbessertem Hautbild oder Gewichtsverlust findet er bei drospirenonhaltige Pillen keinen Vorteil zu anderen oralen Kontrazeptiva.1
190 Todesfälle in Zusammenhang mit Yasmin und YazRecherchen des Schweizer Fernsehens in den internen Datenbanken der US-Gesundheitsbehörde FDA kommen zu erschreckenden Ergebnissen: 140 Todesfälle im Zusammenhang mit Yasmin und 50 mit Yaz. Quelle: Weltweit hunderte von toten Frauen wegen Verhütungsmitteln von Mario Poletti, Internetabfrage vom 22.04.2011, http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2010/06/10/Schweiz/Weltweit-hunderte-von-toten-Frauen-wegen-Verhuetungsmitteln Drospirenonhaltige Arzneimittel: Ist deine Pille auch dabei?Orale Kontrazeptiva, "Die Pille":
Nicht alle zugelassenen Arzneimittel sind im Handel erhältlich. Weitere Produktnamen im Handel.
Quelle:
Rote Liste 2013
Internetabfrage vom 1.05.2013
Der Wirkstoff DrospirenonDrospirenon ist ein synthetisch hergestellter Arzneistoff aus der Gruppe der Gestagene, der in Kombination mit dem Oestrogen Ethinylestradiol zur oralen Empfängnisverhütung eingesetzt wird. 1976 wurde der Wirkstoff von Schering entwickelt, aber erst nach 25 Jahren konnte die Wirksamkeit auf den menschlichen Körper nachgewiesen und erforscht werden. 2000 kam der Wirkstoff auf den Markt.Drospirenon wird in Kombination mit Estradiol auch zur Hormonersatztherapie bei Frauen mit Wechseljahrsbeschwerden eingesetzt.Drospirenon ist ein Analog des Spironolacton. (...) Spironolacton ist ein harntreibender Wirkstoff zur Ausscheidung von Wasser und Mineralsalzen aus dem Organismus.Quellen:
Internetabfrage vom 18.04.2011, http://de.wikipedia.org/wiki/Drospirenon
Thromboserisiko für YAZ unbekanntObwohl Bayer das VTE-Risiko (Risiko für venöse Thromboembolien) drosperinonhaltiger Anibabypillen für genaus so hoch hält wie das anderer oraler Kontrazeptiva, hieß es in der Packungsbeilage der Pille YAZ von 2000 bis 2011: "Das VTE-Risiko für Yaz ist derzeit unbekannt."*Erst im Jahr 2010 wurden die Informationen das erste Mal geändert und das Risiko zwischen der 2. und 3. Generation eingestuft. Seit Mai 2011 steht im Beipackzettel, dass das Risiko 'möglicherweise' dem der 3. Generation mit Desogestrel/Gestoden 'ähnlich ist'. *Quelle: Packungsbeilage YAZ, Oktober 2010, 2011 Über 13.400 Klagen in den USA gegen BAYERIn den USA hat Bayer bereits mit 3500 Klägerinnen Vergleiche geschlossen und insgesamt 750 Millionen Dollar ausgegeben. Im dritten Quartal hat Bayer dafür 205 Millionen Euro an Kosten in seiner Bilanz untergebracht.
Insgesamt hat Bayer zufolge bis Mitte Oktober 2012 in den USA etwa 13.500 Frauen gerichtlich und außergerichtlich Ansprüche gestellt.
Quelle: Bayer Verkaufsstarke Antibabypillen |